Archiv für März 2009

Zu: Anti-NATO-Jubiläums-Proteste

„Nein zum Krieg! Nein zur NATO!“ – Und ein Ja zum demokratischen Staat?
Wie soll das denn zusammenpassen?!

Die Nato feiert sich selbst – und ihr könnt das Geburtstagskind nicht leiden? Kein Wunder: Dieser Verein steht für Krieg, Folter und globale Militarisierung, wie es ihm euer Demo-Aufruf vorhält.

Bloß: Wenn ihr dieses Kriegsbündnis zum furchtbaren Herrn der Welt ausruft, der weltweit Kriege führt, für globales Elend sorgt, für die Verschleuderung von Ressourcen, Sozialabbau, die Brutalisierung der Gesellschaft und die Aushöhlung ehrenwerter Grundgesetze verantwortlich ist – tut ihr da dem feinen Nordatlantikpakt nicht ein wenig zu viel Ehre an? (mehr…)

Zu den Krisen-Demos am 28. März

Ihr wollt nicht für die Krisen des Kapitals zahlen? – dann lasst es doch!

Tatsächlich bezahlt ihr längst! Und die Demonstrationsaufrufe benennen das auch: Wenn die Märkte einbrechen, wenn in Industrie und Handel die Geschäfte schrumpfen, dann wenden die Unternehmen Schaden von ihren Bilanzen ab, indem sie ihn an ihre Arbeitskräfte weitergeben: Sie entlassen, verordnen Kurzarbeit, senken Löhne. Sie passen ihre Kosten an die verminderten Geschäftsgelegenheiten an und verteidigen ihre Gewinne. An dieser Front findet der Kampf darum statt, wer in welchem Maß dafür Opfer zu bringen hat, dass das Wachstum wieder in Gang kommt und die ganze kapitalistische Scheiße von vorne losgeht. Wer sich die Rolle als flexibler Kostenfaktor nicht mehr gefallen lassen will; wer es satt hat, in Zeiten der Konjunktur mit flexibler Arbeitsbereitschaft für das Wachstum der Profite bereit zu stehen und in der Phase der Schrumpfung die Firmenbilanzen durch Lohnverzicht zu sanieren, der kommt um eine Kündigung seiner Rolle als Ware Arbeitskraft nicht herum. Die Aufrufe zu dieser Demonstration schimpfen kräftig auf den Kapitalismus und fordern „ein anderes Wirtschaftssystem, das Mensch und Natur dient“ – aber den Kampf um die Abschaffung des Kapitals, den halten sie nicht für nötig. (mehr…)

Fehler auf der Seite „Kontakt“

Bei unserem Kontaktformular war bis gestern (26. März) eine falsche Adresse unterlegt. Wer uns bisher also was geschickt hat, blieb unerhört. Jetzt funktioniert’s.

Woher kommt und wie geht Rassismus?

Weil uns über Internet-Suchmaschinen regelmäßíg Interessenten erreichen, die nach Argumenten zur Entstehung von Rassismus forschen, verweisen wir unter >>> diesem Link auf eine Broschüre < << , in der der Zusammenhang von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und demokratischem Staatsbürgerbewusstsein im Allgemeinen sowie der Rassenwahn der Nazis im Besonderen gut und kompakt erklärt sind.

für die bots

Wie kam es zu Rassismus
Woher kommt Rassismus
Gründe für Rassismus
Ursprung von Rassismus
Rassismus überall

Co-Referate und Diskussion

Termin: Freitag, 3. April 2009, 20 Uhr
Ort: Jugendzentrum Dorfen
Jahnstraße 14, 84405 Dorfen

Wenn Menschen zu Aufmärschen der Neonazis in Dorfen „Nein“ sagen oder „Wehret den Anfängen“, setzen sie sich für ein überall anerkanntes und von höchsten Stellen belobigtes Anliegen ein. Und gerade weil dieses Anliegen in der deutschen Öffentlichkeit so unbestritten und moralisch anerkannt ist, treten in Dorfen, zuletzt häufiger in Gräfenberg oder anderswo, alle Anständigen gegen eine Schädigung des Ansehens einer Stadt durch „Auswüchse“ oder „Extremismus“ an, wenn die Braunen kommen.

Als Kritik am „Rassismus“ taugt das nicht. Da müsste man nämlich fragen: Wovon sind die Taten und Parolen der Neonazis „Auswüchse“ oder „Extreme“? Wie kommt es, dass es sie und ihre Positionen überhaupt gibt in einer politischen Umgebung, die ihnen so ablehnend und feindlich gegenüber steht? Was ist da der „Anfang“ von was, dem da gewehrt werden soll? (mehr…)

Debatte um Steinbach und Vertreibungs-Gedenkstätte

Von Revanche weit und breit nichts zu sehen

Bloß weil in der Demokratie über grundlegende Fragen der nationalen Außenpolitik nicht abgestimmt wird, ist es nicht so, daß sie nicht öffentlich diskutiert würden. Interessant ist, wie und nach welchen Gesichtspunkten sie verhandelt werden. Was in diesen Besprechungen in Talkshow, Feuilleton und Kundgebung an den jeweiligen Anliegen in Frage gestellt wird, weist immer genau darauf hin, was andererseits als selbstverständlich und unbestreitbar zu gelten hat.

In der Debatte um die Ende 2008 vom Bundestag abgesegneten Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ist dem demokratischen Publikum in den vergangenen Wochen die Beschäftigung mit der Frage angeboten worden, ob es staatspolitisch vernünftig, gerecht und angemessen ist, daß Vertriebenen-Chefin Erika Steinbach entgegen entschiedener Vorbehalte Polens dem Stiftungsrat angehören sollte. Große Teile von Steinbachs Union und die um das deutsche Außenbild besorgte Journaille konterten diese Diskussionen mit einer selbstkritischen Erörterung, ob die nationalen Institutionen, insbesondere die Kanzlerin, der Person Steinbachs ausreichend Schutz gegen auswärtige und heimische Angriffe angedeihen ließen. (mehr…)

Kampf um die Rettung von Opel

Ein Lehrstück in Sachen Konkurrenz und Krise in der globalisierten Weltwirtschaft
Internationalisiertes Kapital, nationale Standortverwaltung und deutsche Arbeitervertretung im Kampf um Profit – Wachstum – Arbeitsplätze

Referat und Diskussion
Referent: Wolfgang Möhl, GegenStandpunkt

Termin: Donnerstag, 26. März, 19 Uhr
Ort: Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München, U-Bahn-Station Giselastraße