Archiv für Januar 2010

Die „Menschheitstragödie“ Klimawandel: Politikversagen in Kopenhagen?

Referat & Diskussion

Datum: Dienstag, 26. Januar 2010
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: AWO-Café Erding, Münchener Str. 17

Die allgemeine Sprachregelung nach der Klimakonferenz von Kopenhagen ist, von einem „Scheitern“ oder „(Politik-)Versagen“ bei dem Gipfel zu sprechen. Ein Standpunkt, der vor allem in Deutschland gepflegt wird. In einem solchen Urteil kommt allerdings nicht vor, welche Karriere das Thema Erderwärmung in den vergangenen Jahren in der Weltpolitik gemacht hat. (mehr…)

Haiti: Herrschen und helfen

In den Trümmern von Port-au-Prince geht ein altbekanntes Gespenst um. Dessen Erscheinen hatte auch jedermann sehnlichst erwartet, nachdem ein Erdbeben am vergangenen Dienstag aus Haiti, dem „ärmsten Land der westlichen Hemisphäre“, das allerärmste Land der westlichen Hemisphäre gemacht hat. Das Gespenst ist die „Weltgemeinschaft“. Diese wird natürlich auch im Fall Haitis von den USA angeführt. Der Umstand, dass die Vereinigten Staaten erst mal 11.000 Soldaten in die desolate Inselrepublik schicken, zeigt gut, dass es auch im zerstörten Port-au-Prince zunächst um Sicherung geht. Dass diese Sicherung aber nichts mit der möglichst effizienten Verteilung von Lebensmitteln oder sonstiger Hilfe zu tun hat, hört man aus den Klagen der Staaten heraus, die im Gefolge der USA in Haiti antreten. Frankreich, Brasilien und Deutschland leiden bereits lautstark darunter, dass ihr Aufwand vor Ort unter Ami-Dach und -Kommando stattzufinden hat. Was öffentlich unter dem Titel „möglichst wirkungsvolle Hilfe“ gefasst wird, ist also nichts als ein stinknormaler imperialistischer Konkurrenzfall. (mehr…)

Gegenargumente Nr.25 erschienen

Die Ausgabe 25 der Zeitschrift ‚Gegenargumente‘ (Januar 2010) ist erschienen.
Sie kann als pdf von der Seite des AK Gegenargumente (www.gegenargumente.de) unter der Rubrik ‚Zeitung‘ heruntergeladen werden.

Inhalt:

    * Thilo Sarrazin baut an einer nachhaltigen Gesellschaft für den deutschen Staat
    * Friedensnobelpreis für Barack Obama
    * Robert Enke – Ein Freitod der die Nation erschüttert

(direkter link zum pdf)

Integration – was heißt das?

Integration – was heißt das?
Die Nation beschafft ihren Immigranten eine deutsche Staatsbürgernatur

Diskussionstermin des AK GegenArgumente

Ankündigung hier (pdf)

Donnerstag, 21.01.10
19.30 Uhr
LMU München, Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1
Raum B011 (Adalberthalle, Eingang Adalbertstraße) (Lageplan)
U-Bahn Universität

Veranstaltung: Obamas Change in der Weltpolitik

Referentin: Prof. Dr. Margaret Wirth, Universität Bremen

Zeit: Donnerstag, 14.01.2010, um 20.00 Uhr s.t. (!)

Ort: LMU München, Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal B 201, U-Bahn: Universität

Der neue amerikanische Präsident Barack Obama ist angetreten mit der Botschaft „change“. Er verspricht der Welt nichts Geringeres als eine Veränderung amerikanischer Politik – selbstverständlich zum Besseren. Was er darunter versteht, hat Obama schon klar gestellt: In „großen Reden“ an wechselnde Adressaten – an Russland, an die moslemische Welt, an die hungernde Afrikaner ebenso wie an die friedliebenden Europäer, selbst an Staaten, die sein Vorgänger George Bush zu „Schurkenstaaten“ ernannt hatte – verkündet er, dass die USA sich ab sofort für ein großes Einvernehmen mit und zwischen allen Staaten stark machen wollen. Statt, wie sein Vorgänger George Bush, die Konfrontation zwischen den Nationen voran zu treiben, will Obama sich um Verständigung zwischen den Nationen bemühen und auf die Weise die Welt zu einem „besseren Ort“ machen. (mehr…)

„Politikversagen“ beim Klimawandel?

Vor mittlerweile schon wieder rund drei Wochen war es gleich mehrere Tage lang »fünf vor zwölf«. In allen Teilen der deutschen Öffentlichkeit – egal, wo sie sich selbst sonst ideologisch verorten –, hat sich zum Kopenhagener Klimagipfel eine sehr einheitliche Sprachregelung verfestigt: In bezug auf das Treffen in der dänischen Hauptstadt ist von einem »Scheitern« bzw. » (Politik-)Versagen« die Rede. Die »Weltgemeinschaft« sei ihrer »Verantwortung« nicht gerecht geworden.

Von denen, die diese Einschätzung für richtig halten, scheint es niemanden stutzig zu machen, daß sie von ansonsten so auf gegenseitige Abgrenzung bedachten Körperschaften wie der Bundesregierung und der bewegten Linken, dem Bundesverband der Deutschen Industrie sowie ATTAC und Greenpeace, Grünen, SPD usw. geteilt wird. (mehr…)