Referat & Diskussion
Datum: Dienstag, 26. Januar 2010
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: AWO-Café Erding, Münchener Str. 17
Die allgemeine Sprachregelung nach der Klimakonferenz von Kopenhagen ist, von einem „Scheitern“ oder „(Politik-)Versagen“ bei dem Gipfel zu sprechen. Ein Standpunkt, der vor allem in Deutschland gepflegt wird. In einem solchen Urteil kommt allerdings nicht vor, welche Karriere das Thema Erderwärmung in den vergangenen Jahren in der Weltpolitik gemacht hat.
Zwischen den naturwissenschaftlichen Erstbeschreibungen des aktuellen Klimawandels und seiner Beförderung zum Thema von G8-Gipfeln lagen immerhin rund 30 Jahre. Ein Hinweis darauf, dass nicht das Naturphänomen selbst oder so etwas wie plötzlich verspürte „Verantwortung für die Schöpfung“ der Grund für den jüngsten Ehrgeiz der mächtigen Staaten
in diesem Bereich sind. Sie betrachten sich ja nicht in erster Linie als Verursacher des Problems, sondern als dessen Hauptleidtragende.
Und das ist ja beim Treffen in Kopenhagen immerhin geleistet worden: Das Kyoto-Protokoll, mit dem der Schein gepflegt wurde, die reichen Nationen würden so etwas wie ein gemeinsames Gesamtinteresse „Klimaschutz“ über ihren einzelnen Interessen anerkennen und das Problem gemeinsam mit den „Entwicklungs“-ländern saugerecht angehen, gibt es nicht mehr. Stattdessen wird die enge Nachbarschaft von Energie- und Klimapolitik immer deutlicher und damit die enorme Konkurrenz- und Kriegsträchtigkeit dessen, was die Staatenwelt unter dem Titel „Kampf gegen die Weltkatastrophe Erderwärmung“ veranstaltet.
Besprochen werden sollen bei der Veranstaltung folgende Fragen:
1 Antwort auf “Die „Menschheitstragödie“ Klimawandel: Politikversagen in Kopenhagen?”