Archiv für Mai 2010

Wofür taugen eigentlich Mündigkeit und Selbstbewusstsein?

Nachtrag zur Missbrauchs- und Misshandlungsdebatte

Workshop auf dem Bildungscamp vor dem Hauptgebäude der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität
am Montag, 7. Juni, 10 Uhr (s.t., wie es so schön heißt),
Geschwister-Scholl-Platz München, U-Bahn Universität

Bologna-Durchpeitscher hin, Bologna-Verbesserer her: Für Mündigkeit und Selbstbewusstsein als Erziehungsziele sind sowohl die herrschenden Veranstalter der Bildung als auch deren Kritiker.

Speziell die aktuelle Diskussion um massenhaften Missbrauch der Erziehungsgewalt in kirchlichen Schulen ist ein einziges Kompliment an diese beiden Schlager demokratischer Pädagogik. Und niemand würde auf die Idee kommen, das heute angesagte Sich-Einlassen auf den permanenten Leistungsvergleich als Einüben von Gehorsam zu bezeichnen.

Untersucht wird die Zweckmäßigkeit von Mündigkeit und Selbstbewusstsein für einen Laden, in dem es um Kapitalwachstum geht. Und wie es kommt, dass heute (fast) ganz ohne Schläge „Sollen“ und „Wollen“ in Schule und Uni so gut in eins gehen.

Ideologien über Konsum und Konsument im Kapitalismus

Vortrag und Diskussion

Die Veredelung des Kapitalismus zur „Wohlstandsgesellschaft“ und der Einsatz der „Konsumentenmacht“ gegen „Auswüchse“

Referent: Dr. Rolf Röhrig

Zeit: Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.00 Uhr

Ort: LMU München Hauptgebäude, Hörsaal B 201, Geschwister-Scholl-Platz 1, U-Bahnhaltestelle Universität

Die Staatspleite Griechenlands – Europa und sein Euro in der Krise

Referat und Diskussion am Mittwoch, 12. Mai 2010, 20 Uhr, Jugendzentrum Dorfen

“Über seine Verhältnisse gelebt” hat das Land, der Staat und all seine Bevölkerung: Korruption, keine Steuermoral, überbezahlte überflüssige Staatsbedienstete, und den europäischen Aufsehern seine wahren Bilanzen verheimlicht! Mitten in Europa gegen alle guten Sitten der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion verstoßen! Klar, dass das nicht gutgehen konnte – und jetzt die soliden europäischen Nationen, ‚uns’ und ‚unseren Euro bedroht!’ So ungefähr soll man sich das vorstellen.
Als Mitglied der europäischen Währungsunion hatte sich Griechenland konkurrenzfähig zu machen. Für die “Modernisierung” Griechenlands flossen regelmäßig Gelder der EU, auch griechische Staatsschulden gelangten in den Genuss von Kredit, den der gesamteuropäische Wirtschaftsraum verbürgte. Dem Land ist nur – was seine nationale Bilanz angeht – seine Mitgliedschaft nicht zum Guten geraten. (mehr…)