Archiv für Oktober 2010

Sarrazins Buch ein Skandal – seine Diagnose in der Nation fast unumstritten

Diskussionsveranstaltung am
Freitag, 22. Oktober, 20 Uhr
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Wagnergasse 10, 84034 Landshut

Sarrazins Buch wurde zum Skandal, weil es den politischen Anstand verletzt; so darf man nicht über die soziale Unterschicht im Allgemeinen und muslimische Zuwanderer im Besonderen reden: Der „Nestbeschmutzer“ schade dem Ruf eines weltoffenen Gemeinwesens; „wenig hilfreich“ seien solche Töne bei der Integration problematischer Volksgruppen, sogar „eine Gefahr für Deutschland“: Lauter Hinweise auf die politische Sache, die Sarrazin und seine Gegner eint! Die Elite der Nation diskutiert über ihr Volk – und ist unzufrieden mit Zustand wie Benehmen der niederen Stände.

Fast alle finden Sarrazins Diagnose richtig
Darum sagen fast alle: Mit seiner Diagnose hat Sarrazin im Prinzip Recht. Ja, es gibt eine starke Minderheit „nicht-integrierter“ Menschen, auf die das Etikett „Parallelgesellschaft“ zutrifft; Teile der ausländischen Unterschicht sind „Integrationsverweigerer“, haben sich im Sozialsystem eingehaust und sind also ein Problem – für dieselbe Nation, die ihnen Probleme bereitet. (mehr…)

Sarrazin und der öffentliche Streit um ‚Integration‘ und eine angemessene nationale Bevölkerungspolitik

Ein Lehrstück über die Unzufriedenheit der herrschenden Elite und den praktischen Umgang des Staats mit Prekariat und Migranten

Referent: Wolfgang Möhl (GegenStandpunkt)
Donnerstag den 21.Oktober 2010, 19:30 Uhr,
Max-Emanuel Brauerei, Adalbertstr. 33, U-Bahn: Universität,
Eintritt fre
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Sarrazins Buch ist zum öffentlichen Skandal geworden: So darf man nicht über die soziale Unterschicht im Allgemeinen und Zuwanderer im Besonderen reden! Das der mehrheitliche Tenor. Bei den Vorwürfen, Sarrazin argumentiere „rassistisch“, rede gar von einem „Juden-Gen“, geht allerdings ziemlich unter, was der Mann eigentlich will und behauptet. Sarrazin wirft den Regierenden vor, mit Hartz IV und Sozialleistungen eine Unterschicht und in der eine wachsende Menge von Zuwanderern, muslimische insbesondere, dazu zu ermuntern, sich im Sozialstaat einzurichten und zu vermehren. Ein Bevölkerungsteil, der dies nicht verdient, weil er weder leistungsfähig noch wirklich leistungswillig sei, lebe und wachse auf Kosten Deutschlands. (mehr…)

Kleine Parolenkritik zum 3. Oktober

Dorfen, 3. Oktober 1990

Ziemlich nachträglich ein paar Anmerkungen zu zwei Parolen, mit denen im Oktober 1990 in Oberbayern gegen die Wiedervereinigung gehetzt wurde (es war damals ziemlicher Nebel, so dass wenig ideologischer Flurschaden entstehen konnte, ehe die Feuerwehr angerückt war):

1) „Nein zum Reich der Reichen“ … ist es zwar geworden; aber wäre ein „Reich der Armen“ besser?

2) „Deutschland – halt’s MAUL“ … Deutschland wird nie von selbst sein Maul halten. Deshalb gilt es dagegen zu halten und zu sagen, was Deutschland (und auch die restliche Staatenwelt meint), wenn es was ablässt. Darum drauf und dran am

Montag, 4. Oktober, 19.30 Uhr
AWO-Café, Münchner Straße, Erding

zum Thema

Sarrazin und seine Kritiker
Diskussionsveranstaltung