Archiv für Januar 2011

Verkehrte Vorstellungen über Konsum und Konsument im Kapitalismus

Die Veredelung des Kapitalismus zur „Wohlstandsgesellschaft“ und der Einsatz der „Konsumentenmacht“ gegen „Auswüchse“ -

Referat und Diskussion
am Montag, 7. Februar, um 19.30 Uhr
im AWO-Café, Münchner Straße 17, Erding

Jeder will es wissen: Wir leben, Krise hin oder her, grundsätzlich in einer „Wohlstandsgesellschaft“, auch wenn die feinsinnige Unterscheidung zwischen Kaufhäusern und Discountern, Anbietern und Billiganbietern oder Tourismus und low-budget-Reisen Zweifel an der Behauptung weckt. Der Konsum der Menschen gilt einfach als hohes Ziel dieser Wirtschaft und nach Qualität wie Quantität als überaus gut bedient. Einerseits. (mehr…)

Die Menschenrechte: Heiligenschein und diplomatische Waffe der Staatsgewalt

Vortrag und Diskussion
Referent: Rolf Röhrig

Wann: Donnerstag, 27.01.2011, 19.00 Uhr
Wo: LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal B 201, U-Bahnhaltestelle Universität

Keine Woche vergeht, ohne dass private Vereine wie Human Rights Watch, Journalisten oder Politiker Menschenrechtsverletzungen anprangern. Die Liste reicht von Folter und Wahlbetrug bis zu gesperrten Internetseiten. Auf der Anklagebank sitzen in der Regel auswärtige Regierungen oder „selbsternannte“ Diktatoren, und das zumeist ideelle Gericht setzt sich aus Freunden und Vertretern der westlichen Wertegemeinschaft zusammen.

Die zitierten Übergriffe sind an der Tagesordnung, weil der Globus von Staaten bedeckt ist, die sich ihr mehr oder weniger benutzbares Fußvolk mit Gewalt gefügig machen. Der Vorwurf der Verletzung von Menschenrechten will freilich gar keinen positiven Grund für die Brutalitäten der Politik entdecken. Fehlende Rechte, schlechtes Regieren lautet die Kritik, die ein einziges Plädoyer ist für gutes Regieren, Herrschaft also. (mehr…)

Internet-Anarchisten im Kampf mit der US-Macht: Wikileaks enthüllt Staatsgeheimnisse

Diskussionsveranstaltung des AK Gegenargumente

am Donnerstag, 13.01.2011, 19.30 Uhr
LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 201, U-Bahn: Universität

Julian Assange und seine Leute halten ihre Hacker- und „Whistle Blowing“-Aktivitäten nicht für ein modernes Robin-Hood-Spiel, mit dem sie die Mächtigen ein wenig ärgern, sondern für einen wahren Akt der Befreiung von Herrschaft und Unterdrückung. Sie kennen keine andere Unterdrückung als die Unterdrückung von Information und keine andere Herrschaft als die Herrschaft über die elektronischen Kommunikationskanäle. Wenn sie Regierungsakten ans Licht des Internet zerren, meinen sie, den Machthabern die entscheidende Säule ihrer Herrschaft zu entziehen – die Geheimhaltung und die Kontrolle des Informationsflusses. (mehr…)