Archiv der Kategorie 'Texte'

Woher kommt und wie geht Rassismus?

Weil uns über Internet-Suchmaschinen regelmäßíg Interessenten erreichen, die nach Argumenten zur Entstehung von Rassismus forschen, verweisen wir unter >>> diesem Link auf eine Broschüre < << , in der der Zusammenhang von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und demokratischem Staatsbürgerbewusstsein im Allgemeinen sowie der Rassenwahn der Nazis im Besonderen gut und kompakt erklärt sind.

für die bots

Wie kam es zu Rassismus
Woher kommt Rassismus
Gründe für Rassismus
Ursprung von Rassismus
Rassismus überall

Co-Referate und Diskussion

Termin: Freitag, 3. April 2009, 20 Uhr
Ort: Jugendzentrum Dorfen
Jahnstraße 14, 84405 Dorfen

Wenn Menschen zu Aufmärschen der Neonazis in Dorfen „Nein“ sagen oder „Wehret den Anfängen“, setzen sie sich für ein überall anerkanntes und von höchsten Stellen belobigtes Anliegen ein. Und gerade weil dieses Anliegen in der deutschen Öffentlichkeit so unbestritten und moralisch anerkannt ist, treten in Dorfen, zuletzt häufiger in Gräfenberg oder anderswo, alle Anständigen gegen eine Schädigung des Ansehens einer Stadt durch „Auswüchse“ oder „Extremismus“ an, wenn die Braunen kommen.

Als Kritik am „Rassismus“ taugt das nicht. Da müsste man nämlich fragen: Wovon sind die Taten und Parolen der Neonazis „Auswüchse“ oder „Extreme“? Wie kommt es, dass es sie und ihre Positionen überhaupt gibt in einer politischen Umgebung, die ihnen so ablehnend und feindlich gegenüber steht? Was ist da der „Anfang“ von was, dem da gewehrt werden soll? (mehr…)

Debatte um Steinbach und Vertreibungs-Gedenkstätte

Von Revanche weit und breit nichts zu sehen

Bloß weil in der Demokratie über grundlegende Fragen der nationalen Außenpolitik nicht abgestimmt wird, ist es nicht so, daß sie nicht öffentlich diskutiert würden. Interessant ist, wie und nach welchen Gesichtspunkten sie verhandelt werden. Was in diesen Besprechungen in Talkshow, Feuilleton und Kundgebung an den jeweiligen Anliegen in Frage gestellt wird, weist immer genau darauf hin, was andererseits als selbstverständlich und unbestreitbar zu gelten hat.

In der Debatte um die Ende 2008 vom Bundestag abgesegneten Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ist dem demokratischen Publikum in den vergangenen Wochen die Beschäftigung mit der Frage angeboten worden, ob es staatspolitisch vernünftig, gerecht und angemessen ist, daß Vertriebenen-Chefin Erika Steinbach entgegen entschiedener Vorbehalte Polens dem Stiftungsrat angehören sollte. Große Teile von Steinbachs Union und die um das deutsche Außenbild besorgte Journaille konterten diese Diskussionen mit einer selbstkritischen Erörterung, ob die nationalen Institutionen, insbesondere die Kanzlerin, der Person Steinbachs ausreichend Schutz gegen auswärtige und heimische Angriffe angedeihen ließen. (mehr…)

Marx, Engels, Merkel?

Die Szenerie des Videos, das zur Zeit auf der Homepage des Stern zu finden ist, isteinigermaßen absurd. Es handelt sich um einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die diversen staatlichen Eingriffe zur „Rettung“ der Marktwirtschaft: Man sieht Hans-Ulrich Jörges,Stern-Chefredakteur, der eine Pappfigur der Kanzlerin am Berliner Marx-Engels-Denkmal aufstellt, diverse staatliche Rettungsschirme für Industrie und Finanzwesen aufzählt und die Frage wälzt, „wieviel Marx in Merkel“ stecke. „Der Kreml des Kapitalismus ist heute das Kanzleramt“, wird man in süffisant-durchblickerischer Manier vor einer Rückkehr des „Staatsmonopolistischen Kapitalismus“ gewarnt. (mehr…)

Zum bayerischen Sozialbericht

Wenn wie am 12. Februar im Münchner Maximilianeum der Sozialbericht der Landesregierung zur Debatte steht, weiß die gesamte Öffentlichkeit, was kommt: ein „Schlagabtausch“. Dabei herrscht über die wesentlichen Erkenntnisse, die das 800-Seiten-Werk liefert, die schönste demokratische Einigkeit: (mehr…)

Zum Fall der Koma-Patientin Eluana Englaro

Ein Todesfall spaltet ein Land, seine Regierung, die Öffentlichkeit. Und neben den ganzen weltlichen Instanzen, denen um ihre Definitionshoheit über das sittlich Gebotene zu tun ist, fühlt sich natürlich auch der Papst auf den Plan gerufen: Alles dreht sich um die Frage, ob es angehen kann, daß man eine Frau, die seit 17 Jahren unter künstlicher Ernährung im Koma liegt, sterben läßt.

Das Konfliktpotential, das der Fall der 38-jährige Eluana Englaro, die einige Tage nach dem Abschalten der lebenserhaltenden Geräte starb, in sich birgt, ist nicht von Pappe:
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Zu: Gewerkschaften und „die Krise“

Es ist gut drei Monate her, als in Deutschland plötzlich die Eigentumsfrage im Raum stand. Zwei Tage nach dem 18. Geburtstag der 1990er-Republik hatten Kanzlerin Angela Merkel und Kassenwart Peer Steinbrück mit Riesen-Börsenkatern in den Gesichtern öffentlich anzutreten und sie zu beantworten. Sie taten es ein bißchen verschlüsselt: (mehr…)

Bankster rettet Banker: Krisen-Ideologien 2008

In Deutschland tobt der Volkskrieg gegen die „Bankster“. Die rechtschaffenen und ergebnisorientierten Spekulanten, viele Jahre zuständig für die Realisierung bedeutender Teile des nationalen Wachstums, sind so gut wie aus der berühmten Volksgemeinschaft ausgestoßen. Der Vorwurf lautet: Sie sind gescheitert. Die „Gier“ wird von Bild-Redakteuren und Bischöfen verteufelt. Alle sind wahnsinnig turbokapitalismuskritisch. (mehr…)

Zu den Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Der folgende Text war ein Beitrag zur Diskussion innerhalb des Sozialistischen Forums Dorfen über Unterstützung oder Nichtunterstützung des Aufrufs zu den Protesten gegen die Siko am 5./6. Februar 2009:

Daß man es einen Skandal findet, wenn sich die Chefs der NATO in München zu einer Konferenz treffen, um ihre nächsten Kriege zu planen, ist zunächst verständlich und sympathisch. (mehr…)