kapitalismus begreifen http://gkb.blogsport.de Tue, 14 Jan 2014 12:04:36 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Was man von Marx lernen kann http://gkb.blogsport.de/2014/01/14/was-man-von-marx-lernen-kann/ http://gkb.blogsport.de/2014/01/14/was-man-von-marx-lernen-kann/#comments Tue, 14 Jan 2014 12:04:28 +0000 Administrator Allgemein Termine http://gkb.blogsport.de/2014/01/14/was-man-von-marx-lernen-kann/ - Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Eine Einführung in Karl Marx ‚Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie‘

Mittwoch, 29.1.2014
19 Uhr
Eine WeltHaus, Schwanthalerstraße 80 Rückgebäude, Saal E 01,

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Bürgerkrieg – Chemiewaffentote – Abrüstungsdiplomatie: Syrien – ein Fall für den Kampf der USA um ihre Führerschaft in derWelt http://gkb.blogsport.de/2013/12/15/buergerkrieg-chemiewaffentote-abruestungsdiplomatie-syrien-ein-fall-fuer-den-kampf-der-usa-um-ihre-fuehrerschaft-in-derwelt/ http://gkb.blogsport.de/2013/12/15/buergerkrieg-chemiewaffentote-abruestungsdiplomatie-syrien-ein-fall-fuer-den-kampf-der-usa-um-ihre-fuehrerschaft-in-derwelt/#comments Sun, 15 Dec 2013 09:50:28 +0000 Administrator Allgemein Termine Texte http://gkb.blogsport.de/2013/12/15/buergerkrieg-chemiewaffentote-abruestungsdiplomatie-syrien-ein-fall-fuer-den-kampf-der-usa-um-ihre-fuehrerschaft-in-derwelt/ | Vortrag und Diskussion |
Donnerstag, 19. Dezember 2013
EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80 RGB, Raum E 01,
80336 München,
UBahnHaltestelle
Theresienwiese U4/5

„Verstörend“, „entsetzlich“, „ungeheuerlich“ findet die Weltöffentlichkeit im August 2013, dass im syrischen Bürgerkrieg bei einem größeren Massaker über tausend Menschen auf einen Schlag durch den Einsatz von Chemiewaffen sterben. Gelebte Mitmenschlichkeit besteht für diese Öffentlichkeit in der Forderung, dass der ausgemachte Übeltäter Assad „nun endlich“ und vor allem „angemessen“ bestraft werde; wobei „angemessen“ hier ausschließlich ein wuchtiger Militärschlag sein kann, von dem sich der syrische Machthaber so schnell nicht erholt, den er am besten nicht überlebt.

Offenbar ist es in der zivilisierten westlichen Welt durchgesetzte Auffassung, dass Bürgerkriegsopfer genau eines, das aber zweifelsfrei
verdienen: überlegene Kriegsgewalt, die sie zwar nicht wieder lebendig macht, aber das an ihnen begangene Unrecht sühnt; das ist auf jeden Fall die zahlreichen neuen Opfer wert, mit denen für den Fall der geforderten Strafvollstreckung alle fest rechnen.

Die Vertreter dieser militanten Moral wissen auch, an welche Instanz sie sich mit ihren Verurteilungen und ihren ideellen Strafbefehlen wenden müssen: die überlegene Militärmacht USA ist der selbstverständliche Adressat aller moralischen Aufwallung. Und die Weltmacht präsentiert sich ja auch selbst als der berufene Auftragnehmer aller gerechten Anliegen in Sachen internationaler Gewaltausübung.

Dazu passt es, dass ihr Präsident Amerika zum eigentlichen Opfer des Giftgasangriffs erklärt: Der Einsatz chemischer Waffen in Syrien sei nicht hinzunehmen, weil damit eine „rote Linie“ überschritten sei, welche die USA weltöffentlich gezogen haben. Das kommt in der Öffentlichkei gut an und rührt nur noch die Frage auf, ob die amerikanische Politik diesem Anspruch auch gerecht wird, also „Glaubwürdigkeit“ durch entschiedenes Zuschlagen demonstriert. Offenbar ist dem abendländischen Humanismus also auch die Gleichsetzung zwischen der unantastbaren Menschenwürde syrischer Vorstadtbewohner und der Unantastbarkeit amerikanischwestlicher
Schiedshoheit über jedes größere Gemetzel auf derWelt geläufig.

Aus gegebenem Anlass erklärt der Commander in Chief der weltweit größten Arsenale von Massenvernichtungswaffen in deren chemischer Variante in syrischer Hand zur aktuell schlimmsten Geißel der Menschheit und ihren ungestraften Einsatz in der Nähe von Damaskus zum Anfang vom Ende der zivilisierten Welt, wie „wir“ sie kennen und wollen – wenn „wir“ nicht reagieren. Denn damit sehe sich jeder Schurke zu ihrem Erwerb und Einsatz ermuntert, was Obama zu dem Schreckensbild ausmalt, dass „unsere Soldaten“ auf ihren diversen Schlachtfeldern
demnächst wieder mit Giftgas angegriffen werden.

Auch dies trifft in der Öffentlichkeit auf ein wohlwollendes Echo. Offenbar ist den verantwortlich denkenden Mitgliedern der westlichen Wertegemeinschaft auch das völlig vertraut: Die Welt ist – Warum eigentlich? Egal! – voller Feinde des Westens und seiner Führungsmacht. Und die Brutalität der Waffen dieser Schurken bemisst sich daran, wie sehr sie damit dem Anspruch Amerikas auf den ungestörten weltweiten Einsatz seiner Truppen und Verbündeten verletzen oder verletzen könnten. Womit feststeht, dass der größtmögliche Gefallen für die Menschheit in der gründlichst möglichen Beseitigung aller Waffen besteht, die den Feinden des irgendeine Art Schutz vor den überlegenen westlichen Gewaltmitteln bieten könnten.

Der Militärschlag bleibt einstweilen aus. Stattdessen entfaltet Amerika auf der Grundlage seiner aufrechterhaltenen Androhung militärischer Gewalt neben dem Bürgerkrieg, den es weiterlaufen lässt, eine Diplomatie mit Russland zur Beseitigung der syrischen Chemiewaffen. Das gibt der überraschten bis enttäuschten Öffentlichkeit zu denken: Hat der amerikanische Präsident in seiner Kriegsmüdigkeit womöglich den Russen einen billigen diplomatischen Triumph verschafft, weil er sich es ersparen wollte, seinen starken Worten auch Taten folgen zu lassen? Hat er die Russen wirklich ins Boot geholt oder sich nur selber über den Tisch ziehen lassen? Offenbar besteht aufgeklärter westlicher Humanismus heutzutage auch in der Gewissheit, dass die vielgepriesene zivilisatorische Errungenschaft namens Diplomatie in so einer Angelegenheit ausschließlich die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln zu sein hat oder andernfalls sofort einem Eingeständnis mangelnder Führungsstärke gleichkommt.

Bei so viel Parteilichkeit für überlegene westliche Weltaufsicht bleibt von deren Gehalt und Zweck ebenso wenig übrig wie vom Stellenwert ihrer militärischen und diplomatischen Mittel und Formen. Darum soll es auf der Veranstaltung gehen: Welchen Anspruch sieht Obama mit dem Chemiewaffeneinsatz in Syrien verletzt? Was bezweckt und welchen höheren machtpolitischen Zwecken dient seine Waffenkontrolldiplomatie, die als „Zurückhaltung“ von den einen gelobt und von den anderen getadelt wird? Welche Bedeutung hat die Einigung mit Russland, Syrien zur Vernichtung seines chemischen Waffenarsenals zu nötigen, eine Diplomatie, die alle anderen Mächte zu Zuschauern in der zweiten Reihe degradiert? Kurz: Es soll um Syrien als ein Fall für den Kampf der USA um ihre Führerschaft in Sachen Weltaufsicht gehen.

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Europa bekämpft das „Flüchtlingselend im Mittelmeer“ – mit Ausgrenzung, Abschreckung und Abschiebung: Warum der globalisierte Kapitalismus ohne das Massensterben an Europas Grenzen nicht zu haben ist http://gkb.blogsport.de/2013/11/11/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung-warum-der-globalisierte-kapitalismus-ohne-das-massensterben-an-europas-grenzen-nicht-zu-haben-ist/ http://gkb.blogsport.de/2013/11/11/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung-warum-der-globalisierte-kapitalismus-ohne-das-massensterben-an-europas-grenzen-nicht-zu-haben-ist/#comments Mon, 11 Nov 2013 22:30:02 +0000 Administrator Allgemein Termine Texte http://gkb.blogsport.de/2013/11/11/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung-warum-der-globalisierte-kapitalismus-ohne-das-massensterben-an-europas-grenzen-nicht-zu-haben-ist/ | Diskussionsveranstaltung |

Donnerstag, 14.11.2013, 19:30 Uhr
Café Telos, Kurfürstenstr. 2, 80799 München
(U-Bahnhaltestelle Universität, Ausgang Adalbertstraße)

300 Tote auf einen Schlag vor Lampedusa haben in Europa einige Betroffenheit und Entsetzen über die Not und das Elend von Flüchtlingen hervorgerufen. Und auch die bisher eher routiniert registrierten zwanzigtausend Flüchtlinge, die auf dem Weg zur europäischen Südgrenze
im letzten Jahrzehnt ertrunken sind, sind heute der unabweisbare Beleg für die Dringlichkeit politischer Maßnahmen dagegen, dass das Mittelmeer zum „Massengrab“ für Flüchtlinge von der afrikanischen Gegenküste wird. Die ausgiebig kolportierten Fluchtgründe existenzieller Armut und lebensbedrohlicher Kriegs- und Bürgerkriegsszenarien liefern dabei das Material für eine zynische Verkehrung. Das Ausmaß des
Elends auf dem afrikanischen Kontinent illustriert die Bedrohung der europäischen „Wohlstandsinsel“ durch 500 Millionen potenzielle Armutsmigranten, die Not der afrikanischen Elendskreaturen verweist auf das Dilemma europäischer Politiker, sich der Flüchtlingslawine, die auf Europa Grenzen zurollt, zu erwehren. In diesem Geist verständigt sich die EU auf ihrem jüngsten Gipfel auf Maßnahmen zur „Bewältigung“ des „Flüchtlingsproblems“: sie einigt sich darauf, mit der Aufrüstung ihres Gewalt- und Überwachungsapparats mehr dagegen zu tun, dass sich überhaupt so viele auf die tödliche Reise begeben und setzt auf die gesteigerte Abschreckungswirkung eines verbesserten Abschieberegimes.

Daneben verständigt sie sich, ihre diplomatischen, wirtschaftlichen und politischen Hebel vermehrt in Anschlag zu bringen, um die Herkunfts- und Transitländer in die Pflicht zu nehmen, den massenhaften Andrang auf Europas Küsten gewaltsam einzudämmen. Die Armuts- und Bürgerkriegsflüchtlinge Afrikas zu Opfern eines perfektionierten Grenzregimes zu machen – das ist der wohlverstandene Humanismus europäischer Flüchtlingspolitik.

Im öffentlichen Streit darum, ob diese Sorte Flüchtlingsbekämpfung effizient und legitim ist, bekennen sich ihre Befürworter ganz umstandslos dazu, dass Europa nicht alle Hungerleider der Welt aufnehmen könne, weil das sowohl die Sozialkassen als auch die Toleranz der
Heimatbevölkerung gegen Fremde überstrapaziert. Marktwirtschaftlich erzeugte, sozialstaatlich verwaltete Armut in den kapitalistischen Zentren und der nationalistische Ausgrenzungsfanatismus von unten, der offenbar zur Grundausstattung eines gut erzogenen Volks gehört, stehen außerhalb jeder Kritik. In den Rang von Sachzwängen erhoben, sprechen sie nur dafür, dass noch die brutalsten Maßnahmen zur Abwehr fremder Elendsfiguren notwendig und gerechtfertigt sind.

Kritiker solcher Auffassungen bestehen darauf, dass das Flüchtlingsproblem „in den Herkunftsländern“ zu lösen wäre. Um der Armut als „Fluchtursache Nummer eins“ Herr zu werden, plädieren sie dafür, dass Europa alle Hebel seiner Agrar-, Handels- und Entwicklungspolitik dafür einsetzt, die dortigen Elendsökonomien besser in Marktwirtschaft und Welthandel einzubeziehen. Eine interessante Klarstellung: jede „Entwicklungsperspektive“ hängt auch in Afrika längst vollständig von den Gesetzen der kapitalistischen Geldwirtschaft ab. Was aus diesen
Perspektiven wird, liegt nie und nimmer in der Macht von Staaten oder Völkern vor Ort, sondern ganz in den politökonomischen
Entscheidungen der EU, deren Konzerne auch in den übelsten Verhältnissen noch so prächtig verdienen. Trotzdem beschleicht die wohlmeinenden Kritiker nicht für einen Augenblick der Verdacht, dass die wüsten Lebensumstände auf dem Kontinent dann unmöglich eine einzige Fehlentwicklung sein können, sondern die sachgerechte wie unbarmherzige Quittung für den Einbau der afrikanischen Staaten in den kapitalistischen Weltmarkt sein müssen. Widersprüche dieser Art stecken sie locker weg. Ihre Empfehlungen in Sachen Wirtschafts- und Entwicklungshilfe sind ohnehin darüber definiert und erschöpfen sich darin, der Armutsbevölkerung und „korrupten Eliten“ Beine zu machen, irgendeine Sorte geldmäßiger Subsistenz unter Elendsbedingungen zustande zu bringen, die Europa weitere Flüchtlingswellen
erspart.

In der ein- oder anderen Weise kommen so auf allen Seiten nichts als Systemnotwendigkeiten der Marktwirtschaft und ihrer imperialistischen Ordnung der Welt zur Sprache. Besprochen werden sie aber allesamt nur als Ansammlung schwieriger Bedingungen für Europas Flüchtlingspolitiker, den Andrang unnützer Menschenmassen zu verhindern. Ihr Elend verlangt nach Aufsicht und Eindämmung, vor den Grenzen Europas genauso wie in den notorischen Herkunfts- und Transitländern, damit sie mit ihrer Armut die internationale Ordnung nicht stören, deren Opfer sie sind.

Die umgekehrte Lesart ist leider äußerst unüblich: alle aufgeblätterten „Schwierigkeiten“ bei der „Bewältigung des Flüchtlingsproblems“ als Eingeständnis zu nehmen, dass offenbar das alle Grenzen übergreifende marktwirtschaftliche System und die Gewaltfragen, die es allerorten
zwischen den Nationen aufwirft, notwendig die Gründe für die Flucht von Millionen von Menschen produziert. Dass offene Grenzen für Waren, Geld und Kredit ohne die eifersüchtige Grenzsicherung der kapitalistischen Metropolen vor den unbrauchbaren Hungerleidern und Elendsgestalten aus aller Welt nicht zu haben sind. Warum das „Flüchtlingsproblem“ eine Systemfrage ist stellen wir in der obig angekündigten Veranstaltung zur Diskussion.

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Europa bekämpft das Flüchtlingselend im Mittelmeer – mit Ausgrenzung, Abschreckung und Abschiebung http://gkb.blogsport.de/2013/11/04/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung/ http://gkb.blogsport.de/2013/11/04/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung/#comments Mon, 04 Nov 2013 12:11:11 +0000 Administrator Allgemein http://gkb.blogsport.de/2013/11/04/europa-bekaempft-das-fluechtlingselend-im-mittelmeer-mit-ausgrenzung-abschreckung-und-abschiebung/ | Warum der globalisierte Kapitalismus ohne das Massensterben an Europas Grenzen nicht zu haben ist |

Diskussionsveranstaltung

Cafe Telos. Kurfürstenstr. 2, 80799 München, U-Bahnhaltestelle Universität (Ausgang Adalbertstraße)
Donnerstag, 14. 11.13, 19.30 Uhr

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Apropos Edward Snowden: ‚Freiheit‘ versus ‚Sicherheit‘? Eine falsche Alternative http://gkb.blogsport.de/2013/10/02/apropos-edward-snowden-freiheit-versus-sicherheit-eine-falsche-alternative-wie-buergerliche-freiheit-und-staatliches-kontrollbeduerfnis-wirklich-zusammengehoeren/ http://gkb.blogsport.de/2013/10/02/apropos-edward-snowden-freiheit-versus-sicherheit-eine-falsche-alternative-wie-buergerliche-freiheit-und-staatliches-kontrollbeduerfnis-wirklich-zusammengehoeren/#comments Wed, 02 Oct 2013 08:38:16 +0000 Administrator Allgemein Termine http://gkb.blogsport.de/2013/10/02/apropos-edward-snowden-freiheit-versus-sicherheit-eine-falsche-alternative-wie-buergerliche-freiheit-und-staatliches-kontrollbeduerfnis-wirklich-zusammengehoeren/ | Wie bürgerliche Freiheit und staatliches Kontrollbedürfnis wirklich zusammengehören |

Vortrag und Diskussion
Donnerstag, 10. Oktober 2013, 19 Uhr
Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstraße 80, München
U-Bahnstation Theresienwiese

Ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter wird an seinem Arbeitgeber irre und liefert der Welt Enthüllungen über die globale und lückenlose Überwachung der Bürger durch den US-Geheimdienst NSA und andere Geheimdienste. Die politischen Reaktionen und die aufgeregten öffentlichen Debatten über den unauflöslichen Zwiespalt von ‚Freiheit‘ contra ‚Sicherheit‘ lassen keinen Zweifel: Snowdens Veröffentlichungen betreffen nicht irgendein Feld der Politik, sondern einen Kernbereich auch und gerade demokratisch-freiheitlicher Staaten.

Die staatlichen Stellen verteidigen die Eingriffe in die ansonsten ‚natürlich respektierte‘ Privatsphäre mit lauter besonderen Fällen von ‚Bedrohung‘ und setzen dabei Staats’sicherheit‘ und ‚Schutz der Bürger‘ und ihres Lebens, das sie so umfassend durchleuchten, umstandslos in eins. Allerdings geben sie zugleich Auskunft darüber, dass sich ihre Kontrollbedarf keineswegs auf solche Fälle beschränkt, sondern dem Prinzip eines umfassenden, mit allen modernen Kommunikationsmitteln zu sichernden staatlichen Überblicks über das Treiben der Bürger gehorcht.

Nicht bloß Kontrolle im Einzelfall, sondern generelle Kontrollierbarkeit – das ist offenbar ein elementares Bedürfnis des Staats, der seinen Bürgern Freiheiten und eine Privatsphäre zugesteht und gewährt. Darüber, wie Freiheit und Sicherheit zusammenhängen und dass bürgerliche Freiheit keineswegs ein über alle Kritik erhabenes Schutzgut ist, will die Veranstaltung aufklären und soll diskutiert werden.

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Veranstaltungsreihe des GegenStandpunkts im EineWelthaus München http://gkb.blogsport.de/2013/09/27/veranstaltungsreihe-des-gegenstandpunkts-im-einewelthaus-muenchen/ http://gkb.blogsport.de/2013/09/27/veranstaltungsreihe-des-gegenstandpunkts-im-einewelthaus-muenchen/#comments Fri, 27 Sep 2013 06:49:46 +0000 Administrator Allgemein Termine http://gkb.blogsport.de/2013/09/27/veranstaltungsreihe-des-gegenstandpunkts-im-einewelthaus-muenchen/ Die klassengemäßen Leistungen des Staats:
Förderung des nationalen Geldwachstum und Verwaltung der sozialen Folgen

Dienstag, 1.10.: Diskussionsveranstaltung, Raum 109, 19 Uhr

EineWeltHaus München,
Schwanthalerstr. 80 RGB, Raum 211/212
80336 München, U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese U4/5

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Demokratie – die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft: Die weder selbstverständlichen noch schätzenswerten Leistungen demokratischer Wahlen http://gkb.blogsport.de/2013/09/10/demokratie-die-perfekte-form-buergerlicher-herrschaft-die-weder-selbstverstaendlichen-noch-schaetzenswerten-leistungen-demokratischer-wahlen/ http://gkb.blogsport.de/2013/09/10/demokratie-die-perfekte-form-buergerlicher-herrschaft-die-weder-selbstverstaendlichen-noch-schaetzenswerten-leistungen-demokratischer-wahlen/#comments Tue, 10 Sep 2013 12:34:56 +0000 Administrator Allgemein Termine http://gkb.blogsport.de/2013/09/10/demokratie-die-perfekte-form-buergerlicher-herrschaft-die-weder-selbstverstaendlichen-noch-schaetzenswerten-leistungen-demokratischer-wahlen/ Vortrag und Diskussion
am Donnerstag, 19. September, 19 Uhr
Eine-Welt-Haus
Schwanthalerstr. 80 RGB, Raum E 01
80336 München
U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese (nicht Theresienstraße!!!) U4/5

Am 22. September ist es wieder so weit. Dann dürfen die Bürger an die Urnen gehen und dort frei, gleich und geheim ihre Stimme abgeben. An dieser periodischen Veranstaltung soll sich entscheiden, ob ein Volk in Freiheit oder Knechtschaft lebt. Viel mehr als an seinen materiellen Verhältnissen soll es an seinem Wahlrecht hängen, ob es einem Volk „gut“ oder „schlecht“ geht …

Das Loblied auf das hohe demokratische Gut und seine Bedeutung für die Freiheit des Bürgers steht allerdings in auffälligem Kontrast zu der Geringschätzung, die die Wahl von den wahlberechtigten Bürgern selber erfährt. Sie scheinen nicht gerade gebieterisch danach zu verlangen, endlich wieder einmal ihre Rolle als „Souverän“ spielen zu dürfen. Umfragen ergeben, dass die Mehrheit der Wähler es gut einfach weiter mit Merkel und Schäuble aushalten würden, auch wenn sie mit der herrschenden Politik, der Bedienung ihrer Interessen und dem Zustand des Gemeinwesens wenig zufrieden sind.

Aufgeklärte Wähler beklagen die Langweiligkeit des Wahlkampfs. Und die meisten tun sich zugegebenermaßen schwer, irgendwelche bedeutenden Differenzen zwischen den Parteien und ihren Kandidaten auszumachen. In ihrer Mehrzahl betrachten sie die freie Wahl überhaupt als einen Schwindel, den sie längst durchschaut haben: Dass „die da oben doch machen, was sie wollen“, weiß noch jeder mündige Bürger herzusagen.

Dabei taugt diese abwinkerische Haltung gegenüber den Machern der Politik, die immerhin über die Lebensumstände im Land bestimmen, offenbar gleichermaßen dazu, der einen oder der anderen Mannschaft dann doch „seine Stimme“ zu geben, oder auch einfach nicht zur Wahl zu gehen: „Regiert wird man ja sowieso!“ Wähler bilden sich offensichtlich erst gar nicht ein, mit ihrer Stimmabgabe ernstlich Einfluss auf die Politik nehmen und für mehr Berücksichtigung ihrer Interessen sorgen zu können.

Wozu also der ganze Aufwand, wenn der „Volkssouverän“, der Wähler, gar nicht davon ausgeht und sich dafür begeistern kann, dass er mit seiner Stimme irgendetwas Entscheidendes für sich bewirkt? Für die Veranstalter der Wahl ist das jedenfalls kein Grund, die ganze Veranstaltung zu lassen.

Die hohen Repräsentanten der Politik sind da schon anspruchsvoller. Bundespräsident Gauck und Bundestagsvizepräsident Thierse machen sich z.B. öffentlich Sorgen um die wachsende „Indifferenz“ und den „Verdruss“ der Wähler. Von den Gründen der Unzufriedenheit wollen sie allerdings nichts wissen, und davon, dass sich Politik denen zu widmen und sie abzustellen hätte, ist schon gleich nicht die Rede. Gauck und Thierse stellen vielmehr klar, dass es für sie – Unzufriedenheit hin oder her – einfach keinen Grund geben darf, nicht wählen zu gehen. Im Gegenteil: Der Bundespräsident rät seinen Bürgern: „Wer nicht weiß, wer der Beste ist, wählt eben einfach das weniger Schlechte“. Mit dem ewigen Kalauer vom „kleineren Übel“ bekennt er sich zwar dazu, dass die Politiker und Parteien, die die Wähler ins Amt heben, beim Bürger wenig Zufriedenheit stiften.

Aber dass die Regierenden „über die Köpfe“ ihrer Wähler hinweg und durchaus gegen deren Interessen und Erwartungen regieren, soll gar nichts ausmachen und keinesfalls vom Wählen abhalten. Das Volk soll gefälligst seine Stimme abgeben, wenn seine Politiker ihm schon mal zur Entscheidung vorlegen, von wem es die nächsten Jahre regiert wird. Nach der Wahl kann es dann ja wieder meckern – um beim nächsten Mal wieder ‚die da oben‘ zu wählen …

So funktioniert ‚lebendige‘ Demokratie, für die Bürger – und für die Politiker, die frei über all die Lebensbedingungen entscheiden, mit denen das Volk zurechtkommen muss! Mehr über ‚Demokratie, die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft‘ in der Veranstaltung

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Verhungern verboten! http://gkb.blogsport.de/2013/07/05/verhungern-verboten/ http://gkb.blogsport.de/2013/07/05/verhungern-verboten/#comments Fri, 05 Jul 2013 14:17:14 +0000 Administrator Allgemein http://gkb.blogsport.de/2013/07/05/verhungern-verboten/ Warum das Recht auf Leben nicht vor Abschiebung schützt …

Diskussionsveranstaltung

am Donnerstag, 11. Juli 2013, 19.30 Uhr

im Geschwister-Scholl-Institut, Oettingenstraße 67, Raum 157

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Unmenschlich, unmodern, unausrottbar: Rassismus – was ist das? Und warum können ihn Demokraten weder leiden noch kritisieren? http://gkb.blogsport.de/2013/05/31/unmenschlich-unmodern-unausrottbar-rassismus-was-ist-das-und-warum-koennen-ihn-demokraten-weder-leiden-noch-kritisieren/ http://gkb.blogsport.de/2013/05/31/unmenschlich-unmodern-unausrottbar-rassismus-was-ist-das-und-warum-koennen-ihn-demokraten-weder-leiden-noch-kritisieren/#comments Fri, 31 May 2013 09:46:57 +0000 Administrator Allgemein http://gkb.blogsport.de/2013/05/31/unmenschlich-unmodern-unausrottbar-rassismus-was-ist-das-und-warum-koennen-ihn-demokraten-weder-leiden-noch-kritisieren/ | Vortrag und Diskussion |
Donnerstag, 6. 6. 2013, 1900 Uhr
EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Großer Saal E 01 + Foyer
(U-Bahn-Linie U4 & U5 – Theresienwiese, Hinterausgang)

Die Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ hat allgemeines öffentliches Entsetzen hervorgerufen. Wie immer, wenn sich spektakuläre Fälle von Gewalt gegen Ausländer und Inländer mit erkennbarem „Migrationshintergrund“ ereignen, pflegt die Allgemeinheit aus allen Wolken zu fallen. „Betroffen“ und „fassungslos“ steht man immer wieder aufs Neue vor einer „unbegreiflichen“ Tat. Von Gründen und Motiven politischer Art will man da nichts wissen. Es ist zwar niemandem ein Geheimnis, dass da nationalistisch gesinnte Bürger auf Ausländer losgegangen sind, die in den Augen der Täter ihr Existenzrecht verloren haben, weil sie nicht zu „uns“ gehören und allein durch ihre Anwesenheit ein Anschlag auf „unser“ Gemeinwesen darstellen.

Der feste Entschluss, sich gegenüber dem unübersehbaren politischen Motiv der Täter derart dumm zu stellen, hat aber einen Grund: Auf die Weise wird der Hass auf die Einwanderer, der sich mal wieder gewalttätig ausgetobt hat, gründlich von allem gereinigt, was auch nur in die Nähe eines Bekenntnisses zu Deutschland kommt. So werden aus Nationalisten, die mit ihrer Liebe zum deutschen Volk so radikal wie brutal ernst machen, indem sie es von schädlichen, weil fremden Elementen säubern wollen, „Menschenverächter“, die aus unerfindlichen Gründen andere, unschuldige Menschen umbringen. Das ist das erste Urteil über den Rassismus, den Demokraten zu bieten haben: Er ist unerklärlich, böse, und hat nichts mit der Nation zu tun.

Mit der moralischen Empörung,deren einziges ‚Argument‘ in Ächtung besteht, wollen sich Demokraten freilich in aller Regel doch nicht zufrieden geben. Es ist ihnen überhaupt nicht peinlich, ihrer moralischen Verurteilung des ‚unmenschlichen Rassismus‘ regelmäßig hinterher
zu schieben, dass die Opfer ihre gemeine Behandlung auch in keiner Weise verdient hätten: Die
umgebrachten oder sonstwie misshandelten Migranten seien doch gut in ‚unsere Gemeinschaft‘ integriert gewesen, die ‚Vorurteile‘ über sie allesamt falsch usw. usf. Wohlmeinende Gegner von Ausländerfeindschaft und Rassismus versuchen ausgerechnet an den Opfern nachzuweisen, dass man die nicht so schlecht behandeln dürfe.

Egal ob die guten Deutschen den Migranten verdienstvolle Integrationsleistungen, Nützlichkeit für den deutschen Wirtschaftsstandort, Beiträge zu unserer kulturellen Bereicherung oder eben einfach nur eine anständige Lebensführung nachsagen: Immer bescheinigen sie ihnen so vom höheren Richterstandpunkt des deutschen Gemeinwesens aus, dafür wertvoll und darum eben nicht unwert zu sein.

Wo Rassisten auf dem Recht und der Notwendigkeit zu rassischer Reinhaltung des deutschen
Volkskörpers von ‚volksfremden Elementen‘ bestehen, da wird ihnen entgegen gehalten, dass sich das deutsche Volk im 21. Jahrhundert nicht nur enorm viel kulturelle und ethnische Toleranz leisten kann, sondern für die Bewältigung der jetzigen und kommenden Herausforderungen im Konkurrenzkampf der Völker und Nationen auch braucht. Und diese „Weltoffenheit“ ist es, die nach demokratischer Lesart das gute Deutschland ehrt und seinen Menschenschlag adelt. Ein Angriff auf Ausländer ist darum ein Angriff auf dieses Gesamtkunstwerk, das alle Patrioten zurecht mit Stolz erfüllt. So gelangen Demokraten zum zweiten Urteil über den Rassismus, nämlich zur gründlichsten und härtesten Verurteilung, die sie sich vorstellen können: Der Rassismus schadet der Nation.

Damit sehen sich die Rechtsextremen einer demokratischen Einheitsfront guter Deutscher gegenüber. Gewählte Führer und ihr Volk demonstrieren, dass Nazis, ob parteipolitisch
oder im militanten Untergrund organisiert, hierzulande keine Chance bekommen. So ist der
Rassismus in Deutschland als politisches Programm besiegt, gesetzlich verboten, als Meinung geächtet. Nur tot zu kriegen ist er nicht.

Und das ist schon ein seltsames Paradox: Wenig ist so verachtet wie Rassismus, darin ist sich die anständige Menschheit einig – und gleichzeitig geht ihr der Stoff ihrer Verachtung einfach nie aus. Der demokratische Kampf gegen Rassismus lässt sich also offenbar ganz ohne Kenntnis dessen führen, was er eigentlich ist und worin er besteht. Dabei ist die Erklärung gar nicht schwierig und gibt Aufschluss darüber, warum Demokraten Rassismus zwar nicht leiden aber auch nicht kritisieren können.

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Der Fall Hoeneß http://gkb.blogsport.de/2013/05/10/der-fall-hoeness/ http://gkb.blogsport.de/2013/05/10/der-fall-hoeness/#comments Fri, 10 May 2013 07:42:51 +0000 Administrator Allgemein http://gkb.blogsport.de/2013/05/10/der-fall-hoeness/ | Diskussionsveranstaltung |

Donnerstag, 16. Mai 2013, 19.30 Uhr |

Geschwister-Scholl-Institut, Oettingenstraße 67, Raum 157 |

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