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Was von Marx zu lernen wäre: alles Nötige über Reichtum und Arbeit im Kapitalismus

Vortrag und Diskussion
Referent: Prof. Dr. Egbert Dozekal, Frankfurt/Main

am 26. April 2012 um 19 Uhr
in der LMU (Hauptgebäude), München, Geschwister-Scholl-Platz 1 (U-Bahn-Haltestelle Universität), Hörsaal: M 114

Beginn eines neuen Studienkreises Politische Ökonomie
Gelesen und diskutiert wird:

DAS KAPITAL
von Karl Marx
Band I, MEW 23

Zeit: jeden Montag ab 7. Mai, 19 Uhr
Ort: LMU; Hgb, etc., Raum B 011

Linke Parteien zählen den Theoretiker des 19. Jahrhunderts, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, zu ihrem Traditionsbestand, seine Schriften aber kennen sie nicht mehr. Marx ist heute ein toter Hund. Um so mehr als man ihn an Universitäten, sofern man sich seiner erinnert, höflich ins geistesgeschichtliche deutsche Erbe eingemeindet – und zwar als einen Großen: Ein großer Philosoph soll er gewesen sein, dem es nach Hegel noch einmal gelungen sei, dialektisch zu denken; ein großer Soziologe, der ein System gebastelt habe, in dem die Gesellschaft von der materiellen Basis bis zum Überbau der Ideen auf ein einziges Prinzip gebracht ist, ein großer Prophet, der die Globalisierung früh vorhergesehen habe, ein großer Utopist, der sich eine schöne bessere Welt ausgedacht haben soll. (mehr…)

„Wir tun es für uns“

| Artikel zur Euro-Krise von Peter Decker in der jungen welt, 4.11.11 |

Die Berliner Regierung unternimmt den abenteuerlichen Versuch, die Systemkrise ihrer Währung als Chance für ein deutscheres Europa zu nutzen

In Deutschland sind sich Regierende und Regierte samt Gewerkschaften einig: »Wir« haben solide gewirtschaftet, die Löhne über ein Jahrzehnt vorbildlich gesenkt und die Konkurrenzfähigkeit »unserer« Wirtschaft gestärkt. Wir haben ein solides Wachstum und unsere Schulden im Griff. Jetzt müssen »wir« die faulen Griechen, Portugiesen, Iren und, wer weiß, wen noch alles mit neuen Krediten retten, weil die »über ihre Verhältnisse gelebt« haben. Wenn »wir« aber schon helfen, haben wir auch das Recht, in Europa neue Spielregeln durchzusetzen, damit so etwas nie wieder passiert. Auch wenn die selbstgerechte deutsche Sicht kürzlich in Brüssel triumphiert hat und von ganz Europa recht bekommt – an ihr stimmt kein Wort. (mehr…)

Europas Staaten kämpfen um ihren Kredit und verarmen ihre Völker

Vortrag und Diskussion am
Donnerstag, 10. November 2011, Beginn 19.00 Uhr
Max Emmanuel, Adalbertstr. 33, München,U-Bahn: Universität

Referent: Rolf Röhrig (Redaktion GegenStandpunkt)

Im fünften Jahr der Weltfinanzkrise bangen die kleinen Leute erneut um Arbeitsplatz und Erspartes. Große Anleger fliehen in Sachwerte, Gold oder Schweizer Franken und meiden eines zunehmend: Staatsanleihen, in der Finanzkrise vor wenigen Jahren noch der sichere Hafen, gelten als mehr und mehr unsicher und verfallen im Wert. Ganze Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und sogar Italien sind zahlungsunfähig oder stehen kurz davor. Und das aus einem Grund: Das Finanzkapital ist immer weniger bereit, den Staaten Geld zu leihen, weil es die bereits aufgehäuften staatlichen Schulden im Verhältnis zum jeweiligen Wirtschaftswachstum für zu hoch befindet, um eine weitere Kreditvergabe als lohnend und vor allem hinreichend sicher einzustufen. Kein unvermutet neues Defizit im Haushalt solcher Länder, allein die wöchentlich oder gar täglich revidierte Bewertung des Risikos durch die Finanzinvestoren entscheidet hier. Deshalb geraten ja auch Staaten wie Italien, an deren Schuldenquote sich gar nichts geändert haben muss, über Nacht ins Visier der Finanzmärkte, weil die zu einer neuen Risikoeinschätzung gelangen. Und wo sich ein staatlicher Haushalt der Kreditunwürdigkeit nähert, geht seine Zahlungsfähigkeit verloren. Das verrät viel über die kapitalistische Ökonomie und ihren politischen Verwalter: (mehr…)

Kritik geht anders

Einmischungen und Terminhinweise gibt es künftig auf folgendem neuen Blog:

kritikgehtanders.blogsport.de

Als ersten Eintrag gibt es dort eine Entgegnung zu einem Brief der Studierendenvertretungen an Staatsregierung, Landtag, Parteien und Rektoren.

Das höhere Bildungswesen im Kapitalismus: Ausbildung und Einbildung der Elite

Zwei Vorträge mit Diskussion

Prof. Dr. Egbert Dozekal (Frankfurt/M.) wird an zwei Abenden folgende Wissenschaften kritisieren:

BWL -VWL – Jura – Soziale Arbeit – Literatur-, Natur- und Ingenieurwissenschaft

am Mittwoch/Donnerstag, 29./30. Juni, Beginn jeweils 20 Uhr

LMU München, Hauptgebäude, >>> Raum F 007 < <<

Das moderne Gemeinwesen bezeichnet sich stolz als „Wissensgesellschaft“, die auf der umfassenden Erkenntnis ihrer selbst und der sie umgebenden Natur beruht. In der Tat kann man an hiesigen Hochschulen fast alles studieren, von Atomphysik bis Zahnmedizin, von Altertumswissenschaft bis Volkswirtschaftslehre. Anlass, sich dem Selbstlob dieser Gesellschaft anzuschließen, ist das aber noch lange nicht. (mehr…)

„Atomkraft: Schluss!“ Und dann ist Deutschland in Ordnung?

| Diskussionsveranstaltung am Montag, 30. Mai, 19.30 Uhr, im Studio 13, Steinheilstraße 13, München (Nähe TU; U-Bahn Theresienstraße)

sowie

am Mittwoch, 1. Juni, 19.30 Uhr, im Jugendzentrum Dorfen |

„Atomkraft: Nein danke!“ Dafür wird heute wieder demonstriert. „Hunderttausende fordern entschieden den Ausstieg.
Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig!“ Sogar die
Kanzlerin will die Energiewende einleiten. „Deshalb wollen wir ein kraftvolles Signal an die Bundesregierung senden:
Endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie! Unsere Chance war noch nie so groß.“ (Demo-Aufruf)

Wo habt Ihr die Hoffnung eigentlich her? Klar, der Ausstieg bis spätestens 2020 scheint in Berlin beschlossene Sache;
als bisher einzige Industrienation will Deutschland ohne AKWs wirtschaften; und bei den erneuerbaren Energien soll es
Weltmarktführer werden. Doch woher die Zuversicht, die Regierung wolle mit ihrer Wende dasselbe ändern wie Ihr?
Einfach weg mit dem Scheiß? Die Lehre aus dem GaU zieht kein Staat dieser kapitalistischen Welt, auch „wir“ nicht. (mehr…)

Die Frauenfrage heute: Anerkennung von „Frauenproblemen“ statt Kritik an deren Gründen

Diskussionsveranstaltung
des AK Gegenargumente
am Donnerstag, 5. Mai, 19.30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, München

Raum DZ 003, nicht 006!!!

>>> Flyer hier < <<

Landtagswahlen in Baden-Württemberg: Das Motiv der Wähler: Atomkraft nein danke!

Diskussion am Donnerstag, 14.04.2011 um 19.30 Uhr
LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 209, U-Bahn: Universität

Was ist das Ergebnis der Wahl? Eine Landesregierung mit einem neuen „grünen“ Ministerpräsidenten, der die Prioritäten seines zukünftigen Amtshandelns klarstellt:

„Ich werde im Interesse des Landes das Amt ausfüllen… Erst das Land, dann die Partei, dann die Person.“
Winfried Kretschmann, Grüne (Stuttgarter Zeitung, 29.03.2011)

Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima: Noch eine Nuklearkatastrophe, die vieles ändert, damit alles gleich bleibt

||| Diskussionsveranstaltung des AK Gegenargumente
am Donnerstag, 31. März 2011, 19.3o Uhr
in der LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 209, U-Bahn: Universität
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Im japanischen Fukushima ist wieder einmal eingetreten, wovor die Gegner der Atomenergie seit 40 Jahren warnen: Im Gefolge von Erdbeben und Tsunami sind mehrere Meiler außer Kontrolle geraten, explodieren, setzen Radioaktivität frei, machen Teile Nordjapans vielleicht auf Jahrzehnte oder länger unbewohnbar, verseuchen die ansässige Bevölkerung und bedrohen die 35-Millionenstadt Tokio mit radioaktivem Niederschlag.

Dass die Regierungen in Japan und den anderen Atomenergie nutzenden Staaten von dem Ereignis überrascht worden wären, stimmt nur in einer Hinsicht: Sie setzen beständig darauf, dass der „Größte Anzunehmende Unfall“ und Schlimmeres, das sie längst haben definieren und ausrechnen lassen, schon nicht eintreten wird. Ihre Fachleute schätzen das Risiko solcher Katastrophen ab und weisen ihm eine – sehr kleine – Wahrscheinlichkeit zu, die man dann großzügig ignoriert. (mehr…)

Araber rebellieren ohne Lizenz durch den Westen – der beauftragt sie mit der Wahrung seiner Interessen: Tunesien, Ägypten, Libyen: Immer nur „Demokratie gegen Diktatur“?

||| Referent: Wolfgang Möhl, Redaktion GegenStandpunkt
Donnerstag 24. März
19:30 Uhr
Max-Emanuel-Brauerei, Adalbertstr. 33
Eintritt frei

||| In Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel entlädt sich verbreiteter Volkszorn über elende Lebensbedingungen und eine brutale Staatsgewalt gegen die obersten Machthaber. Zwar richtet sich der Aufruhr gegen ganz unterschiedliche Herrschaften und fällt ganz verschieden aus. Aber hierzulande steht fest: In allen Fällen sind Diktatoren an der Macht, denen es nur um die geht; die müssen weg. (mehr…)